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Events

THEMATIC PRIORITY SPRING/SUMMER 2021

Planet Earth

Eine Anmeldung zu allen Veranstaltungen ist obligatorisch, da die Anzahl zugelassener Besucher wegen des Corona Virus jeweils den aktuellen Bestimmungen des BAG angepasst werden muss. >

Solange die Teilnehmerzahl beschränkt ist, besteht die Möglichkeit, sich über ZOOM zuzuschalten, wobei auch hier eine Anmeldung erforderlich ist, da Sie Passwort und Zugangscode benötigen. Anmeldung an: kontakt@psychologischerclub.ch >

Sollte die Beschränkung der Teilnehmerzahl aufgehoben werden, können die Vorträge nur noch vor Ort besucht werden. Eine Anmeldung wäre dann für Vorträge nicht mehr notwendig.


The lectures, seminars and excursion are open to the public. All are welcome.
Venue: Lecture room, Gemeindestrasse 27, 8032 Zürich

PROGRAM
 

    

Indiens dunkle Erdmutter wird mit vielen Namen angerufen:
Als Durgā ist sie "die schwer Zugängliche", als Candī „die Zornige“, als Kālī "die Schwarze".

Das Bild der Göttin, dem ich am häufigsten begegnet bin, prangt über einem Seiteneingang zum alten Königspalast in Patan, Nepal. Von einem Flammenkranz eingerahmt hockt sie, die auch liebevoll Āmā, "Mutter", genannt wird, auf zweien ihrer Kinder. Mit zornig hervorquellenden Augen und bleckenden Zähnen wendet sie sich den Menschen zu, die sie von der Strasse her anstarren. Ihr Körper ist ausgemergelt und wird von einer Kette umschlungen, an welcher die abgehauenen Köpfe ihrer Opfer baumeln. Zwei solche Trophäen hält sie noch in Händen, während sie mit ihren weiteren sechs Armen verschiedene Waffen schwingt.

Auf der Stirne der Göttin aber ist ein drittes Auge zu erkennen - Zeichen jener überirdischen Weisheit, die sich der alltäglichen menschlichen Sichtweise entzieht. Das winzige Detail im Gesicht der Göttin weist über deren furchterregende Gesamterscheinung hinaus.

In meinem Vortrag möchte ich versuchen, das widersprüchliche Wesen der dunklen Erdmutter wenigstens in Ansätzen verständlich zu machen. Zu Beginn werden wir uns einige Alltagserfahrungen indischer Menschen vergegenwärtigen, mit welchen das Seelenbild einer göttlichen Allmutter verbunden ist. Wir werden sehen, wie sich dieses Seelenbild seit vielen Jahrtausenden in der lebendigen Natur spiegelt, wie es von Menschen künstlerisch gestaltet und in mythischen Erzählungen differenziert wird. Aus dem gemeinsamen Ursprung werden die helle Seite der Erdmutter – Devī – und deren notwendige dunkle Ergänzung – Kālī – hervortreten.

Was diese dunkle Seite der Erdmutter für uns heutige Menschen bedeutet, soll sodann im Hauptteil des Vortrags deutlich werden. Nepalische, indische und europäische Menschen erzählen davon, in welchen Gestalten und mit welchen Botschaften die Göttin in ihren Träumen erschienen ist. Auf dieser Ebene können wir wohl am besten verstehen, was mit der zornvollen Zuwendung der Göttin gemeint ist und wie sehr wir alle diese Zuwendung nötig haben.

Datum: Samstag, 23. Januar 2021

Beginn: 17.30 Uhr

Eintritt: Fr. 20, Studenten Fr. 10 –
für Mitglieder und stat. Gäste frei

 


«Das Äs»; Spraybild aus einer Bilderreihe zu Urner Sagen von Hans Jörg Leu (*1926)

 

  

Das Erleben der Urner Bergbauern war bis ins erste Drittel des vergangenen Jahrhunderts dem Empfinden und Erleben des Ötztaler Eismannes in Einigem wohl näher als demjenigen der Schweizer Welt von heute. Uri war bis 1230 geographisch ein nahezu abgeschlossenes, schwer zugängliches Tal, auf sich und die gewaltige Natur ringsherum zurückgeworfen. Während draussen das Hochmittelalter herrschte und Völker, Menschen und Kulturen prägte, riegelten die Schöllenen und die steilen Ufer des Vierwaldstättersees Uri ab. Zugang war nur über die Alpenpässe, meist einfache Pfade, und auf dem Wasser möglich. Da vermochte sich Uraltes gut zu halten, ja war für Zusammenhalt und Gemeinsinn notwendig. 1823 wurde durch den Urner Landrat eine offizielle Sammlung der Gesetze, Beschlüsse und Verordnungen des Kantons als "Urner Landbuch" publiziert. Die darin zentral verwendeten Begriffe: „Äs“, „Ring“ und „Frevel“ bildeten dabei die moralischen Grundlagen des Rechts und sie besassen bis 1848 noch Gültigkeit!

Der Urner Arzt und Schriftsteller Eduard Renner beschreibt in seinem Werk "Goldener Ring über Uri" das "Äs" als die archaische Zeit, welche jederzeit und immer in unsere Zeit einbrechen kann. Verborgen in ihr und als wesentlicher Teil davon, meldet sich das "Äs" aber auch als unmittelbare Natur und dringt unverhofft, ungezähmt in die vom Menschen bewusst geordnete Lebenswelt ein. Verständlich, galt dieser übermächtigen Kraft das tägliche Interesse der Menschen in den dortigen Bergtälern.

Wir leben unwiederholbar nicht mehr in der Vor-Neuzeit des alten Uri. Jedoch sehen wir uns gerade jetzt ähnlich numinosen Erfahrungen gegenüber, ja, vergleichbaren Erlebnissen ausgesetzt, wie sie für jene Menschen zum Alltag gehörten. Die Corona-Pandemie bedrängt und plagt die Menschen bereits seit geraumer Zeit. Neben aufgeklärten, wissenschaftsbezogenen Verständnisprozessen wird ihr mit zunehmender Verunsicherung und mit Mustern begegnet, welche deutlich von archetypischen Bildern durchsetzt sind. Diese haben viel mit dem «Äs»-Erleben der Bergler und dem Umgang damit zu tun, angefangen von entspanntem Beobachten und «Nid-derglyychä-tüä» bis zum tabubesetzten Ruf in die mächtigen Flühe («Mä sell das nie machä!») - mit der Gefahr, dass darauf eine unerwartete, gewaltige Antwort kommt, welche schon «seit Urzeiten» dort wohnte.

Datum: Samstag, 6. Februar 2021

Beginn: 17.30 Uhr

Eintritt: Fr. 20, Studenten Fr. 10 – 
für Mitglieder und stat. Gäste frei

     
     Mythologisch ist Hermes-Mercurius ja eigentlich ein Gott der Lüfte. Mit Flügeln an Helm und Füssen, leicht und beschwingt zeigt er sich als Bote der Götter bei den Menschen, einmal in diesem, einmal in jenem Bereich. In der Alchemie jedoch erscheint Mercurius in allen vier Elementen, in der Luft, im Wasser, im Feuer und auch in der Erde. «Mercurius als Geist der Erde» repräsentiert darum nur einen unter vielen Aspekten. Eigentlich ist er ja das geheimnisvolle Andere, das lebendige Gegenüber, welches den Alchemisten in seinem ganzen Werk begleitet, das er mit allen seinen Kräften sucht und das sich durch sein Bemühen und mit der Gnade Gottes wandeln soll.

Im ersten Kapitel des sogenannten Tractatus aureus, einer alchemistischen Schrift vom Ende des 16. Jahrhunderts, erscheint Mercurius unter anderem als monströser Drache, im Inneren eines von Feuer umgebenen hohen Berges. Dieser Drache ist immer wach. Er schläft niemals. Um in das Innere des Berges zu kommen, um hier nach oben zu steigen und den Stein zu erreichen – «zu pflücken» –, sagt der Text, muss der Alchemist den Drachen nicht nur einschläfern, sondern mittels einer speziell zubereiteten Arznei auch heilen. Gelingt ihm das, so bedeutet dies «das ganze Werk und die ganze Arbeit», wie es heisst.

Ich werde versuchen, diese längere Textpassage psychologisch zu deuten, um sie so mit dem Individuationsprozess des heutigen Menschen zu verbinden. Mercurius ist der ganze Prozess, «Anfang, Mitte und Ende des Werkes», sagten die Alchemisten. Und C.G. Jung schrieb in seinem Aufsatz Der Geist Mercurius: «Mercurius ist ... das arcanum, die prima materia, der ‹Vater aller Metalle›, das uranfängliche Chaos, die Paradieserde, die ‹Materie, an der die Natur ein weniges gearbeitet und die sie dennoch unvollendet gelassen hat›. Er ist aber auch die ultima materia, das Ziel ihrer eigenen Wandlung, der Stein, die Tinktur, das philosophische Gold, der Karfunkel, ... das Licht der Lichter, der deus terrestris, ja die Gottheit selber oder deren vollwertige Entsprechung.» 1)

1) C.G. Jung, Gesammelte Werke 13, § 282

Datum: Samstag, 20. Februar 2021

Beginn: 17. 30 Uhr 
(der Vortrag dauert voraussichtlich 90 Minuten) 

Eintritt: Fr. 20, Studenten 10 –
für Mitglieder und stat. Gäste frei

     


Lichtverschmutzung: in der Projektion verschwendete Energie verblendet uns den Sternenhimmel (nasa.gov)


 

Sternenhimmel der Milchstrasse: inspiriert uns zur Besinnung (eso.org)

 

  
... wenn wir nicht realisierte Aspekte unserer Psychologie kennen lernen möchten, müssen wir nur die äusseren Umstände untersuchen, mit denen wir konfrontiert sind: sie sind wahrhaftig ein Bild jener psychischen Aspekte, die wir noch nicht eingesehen haben.
Edward Edinger, Archetype of the Apocalypse, 1999, p. 173

Analytische Psychologie und Umweltschutz eint ein gemeinsames Anliegen: den Menschen wieder auf die Ganzheit zu beziehen – der seelischen und der ökologischen. Beide zu verbinden kann uns helfen, innere und äussere Natur in ihrer Wechselbeziehung wieder als Einheit zu erleben.

Beeinflusst von der vorherrschenden naturwissenschaftlichen Weltsicht, welche Objektivität durch Ausklammerung des Menschen anstrebt (auch im Naturschutz), übergeht unsere moderne Zeit systematisch das Seelische. Entsprechend erscheinen die psychologischen Schlüssel-Werte unbewusst auf konkreter Ebene projiziert – insbesondere auf die Kern-Themen von Ökologie, Technologie, Wirtschaft, Politik, Konsum – und überladen diese meist mit destruktiven Konsequenzen. Das symbolische Analysieren der verschiedenen ökologischen Probleme offenbart in sprechenden Bildern das nicht gelebte seelische Leben unserer Zeit (mit Beispielen). Die notwendige Rücknahme von Projektionen ist nicht nur zentral in der Individuation, sondern auch für eine tiefgreifende Heilung des Planeten.

Die ökologische Krise verlangt eine radikale Wende: der Psyche muss ein zentraler Platz zukommen, denn der äussere ökologische Notstand hat seine Wurzeln und Lösungen in der Art, wie wir Menschen denken und handeln, das heisst in der inneren bewussten und unbewussten Psyche. So erforscht Psychökologie zuerst die psychische und symbolische Dimension jedes ökologischen Themas oder Problems, um so viel wie möglich über die uns beeinflussenden, darunter liegenden Vorstellungen zu erfahren, und setzt die daraus hervorgehenden Erkenntnisse in den praktischen Umweltschutz um. Sie profitiert dabei von der Erfahrung eines auf Problemlösung zielenden therapeutischen Zuganges. Das Interesse an dieser doppelten existentiellen Wende wächst erfreulicherweise unter den jüngeren Menschen, die sich für den Schutz der Natur einsetzen.

Datum: Samstag, 6. März 2021

Beginn: 17.30 Uhr

Eintritt: Fr. 20, Studenten Fr. 10 -
für Mitglieder und stat. Gäste frei

     
    
The masculine drive toward activity and Faustian aggressiveness – caught in the maternal womb of the mandala – can only there be transformed into a new creative form in which the destructive initiative of our existence can be integrated. (M.-L. von Franz, C. G. Jung: His Myth in Our Time, p. 146)

The ring i is a mathematical function, the complex exponential, which sits at the heart of quantum mechanical calculations. It appears at the close of a fantasy by Wolfgang Pauli entitled Die Klavierstunde (the piano lesson). Many of you have likely heard of this fantasy. What is less discussed is an earlier dream of Pauli’s that was also concluded with the ring i (this can be found in an appendix to the Jung-Pauli letters Atom and Archetype edited by C. A. Meier). The image of the ring i has the appearance of a mandala:

 

But appearance does not make it a symbol, it is the reaction of the observer.

As a physicist the ring i was well known to me, but although it is a function with quite remarkable properties, it had little meaning beyond its mathematical utility. Training as a Jungian analyst, such work was put away, and I have had no thought of this function in a decade. So I was quite surprised when it appeared in my dreams. Even more surprised when I found it had also arisen in Pauli’s dreams. Curiously, the ring i always seems to arise as the conclusion of a cosmic viewpoint.

I have pondered its meaning for some three years now. A meaning that is deeply complex and speaks to the central problem discussed in the Jung-Pauli letters, the union of physics and psyche. The ring i appears to carry, in mathematical form, a paradoxical world view, not only of the outer world, but also of the inner world – the real and the imaginary. It may be one of those images that appears synchronistically to help heal the split we are all subject to in this time of rational materialism.

Dr Robert Matthews is a senior lecturer in the School of Education, University of Adelaide, Australia. Robert prepares beginning teachers for classroom practice and their interactions and teaches post-graduate studies in neuroscience and psychology of education and supervises at post-graduate level. Prior to this, Robert was a post-doctoral theoretical physicist at Flinders University. He is near completion in his training as a Jungian analyst at the Zentrum für Tiefenpsychologie, Switzerland. This diverse background of education, depth psychology and quantum physics offers interesting research possibilities.

Date: Saturday, March 20, 2021

Begin:  5.30 pm

Entrance fee: Fr. 20; students Fr. 10.
Members and statutory guests free

     


James Ephraim Lovelock (1919*)

 

  

C.G. Jungs Verständnis der Struktur und Dynamik der menschlichen Psyche und die "Gaia-Theorie", wie sie zuerst von dem britischen Wissenschaftler James Ephraim Lovelock vorgeschlagen und von seinem Nachbarn, dem Schriftsteller William Golding, nach der griechischen Erdgöttin benannt wurde, weisen einige erstaunliche Parallelen auf. In der ganzheitlichen Sicht der Erde – so die Gaia Theorie – interagieren die Gesamtheit der Organismen, die Oberflächengesteine, der Ozean und die Atmosphäre in einem einzigen System, um so die bestmöglichen Bedingungen für das heutige Leben zu schaffen. Mit anderen Worten: Gaia hat wie die Psyche eine sinnvolle (teleologische) Ausrichtung. Diese und andere Parallelen sind nicht so überraschend, wie es zunächst scheint, da sich beide mit der Welt befassen, in der wir zuhause sind, mit unserer inneren und äusseren Heimat.

Der Vortrag wird der Frage nachgehen, wie Gaia und Psyche ihre Ziele von ihrem gemeinsamen Ursprung im Unus Mundus aus erreichen, und damit zeigen, wie die vom norwegischen Philosophen Arne Næss aufgestellten Prinzipien der Tiefenökologie (deep ecology) in vielem dem Individuationsprozess in der Tiefenpsychologie entsprechen.

Datum: Samstag, 24. April 2021

Beginn: 17.30 Uhr

Eintritt: Fr. 20, Studenten Fr. 10
für Mitglieder und stat. Gäste frei

     
    

Wie hat C. G. Jung die Natur erlebt? Welche Beziehung hatte er zu Pflanzen und Tieren? In den Briefen und den Erinnerungen finden sich verschiedene Hinweise dazu. Besonders aussagekräftig sind seine Reiseerinnerungen sowie die Art und Weise wie er den Turm in Bollingen gebaut hat. Von Zeitzeugen wird Jung gerne als Mann beschrieben, der sich in Gesellschaft anderer Menschen wohl fühlte und sich darin sehr frei bewegen konnte, aber auch als urchiger Bauer und Gärtner, der in engem Kontakt mit der Natur lebte. Weite und unberührte Landschaften, wie er sie in Afrika sah, haben ihn besonders beeindruckt. Jung war von der Schönheit der Natur immer berührt, ohne deswegen ein Romantiker zu sein. Er hat die grausame Seite der Natur durchaus auch erkannt.

Doch nie hat C.G. Jung ein Werk über die Natur verfasst. Ihn faszinierte, wie der englische Titel eines seiner wichtigsten Werke On the Nature of the Psyche sagt, die seelische Natur. Sein Werk schöpfte aus dem Geist der Natur. Ohne den Bezug zur Erde hätte mein Werk nicht entstehen können, soll er einmal gesagt haben. 

Heute ist der Planet Erde mehr denn je gefährdet. Jung hat einen möglichen Weg aufgezeigt, wie man die unser Leben zunehmend bedrohenden Probleme angehen könnte.  Zwar richtet sich seine Psychologie auf die innere Welt, doch diese lebt vom richtigen Bezug zur äusseren Natur. Die Notwendigkeit, beide Welten als Einheit zu sehen, hat Jung immer wieder betont. An dieser gegenseitigen Beziehung müssen wir arbeiten. Bis wohin reicht die Seele (in der Landschaft)? Da gilt es noch weitere Entdeckungen zu machen, meinte er einmal in einem Gespräch. 

Jung sieht die Seele als ein Mysterium, als uraltes Wesen. Er preist deren Erhabenheit und warnt uns vor deren zerstörerischen Seite. Er lehrte uns, mit ihr einen Dialog zu führen. Mit dem Unbewussten kann man ein Gespräch führen, doch kann man das auch mit der Natur? 

Datum:     Samstag,  29. Mai 2021

Beginn: 17.30 Uhr

Eintritt: Fr. 20, Studenten Fr. 10  
für Mitglieder und stat. Gäste frei

     
    

Es lassen sich drei Kategorien von Verhaltensweisen unterscheiden: 1. angeborene Verhalten, 2. erlernte Verhalten und 3. intelligente Verhalten. Wichtig für die Funktion von 2 und 3 ist die Fähigkeit zur Gedächtnisbildung. Als wesentliche Funktion beobachten wir das Bewusstsein bei Menschen und hochentwickelten Tieren. Aktuelle und frühere Wahrnehmungen sind funktionell präsent und für das Verhalten essentiell. 

David Senn war Professor am Zoologischen Institut der Universität Basel, wo er das Labor für Wirbeltierbiologie leitete. Er studierte Zoologie beim Morphologen und Anthropologen Prof. Adolf Portmann, der über viele Jahre hinweg die Eranos Tagungen geleitet hat. David Senn ist vielen von uns durch seine unvergesslichen Vorträge in Eranos bekannt: 2008 mit dem Referat „Verborgener Bauplan und sichtbare Abwandlungen bei schwimmenden, fliegenden und greifenden Wirbeltieren“. Damals zeigte er uns, wie der verborgene Bauplan, bei verschiedenen Wirbeltieren sich in erstaunlicher Weise dem jeweiligen Lebensraum anzupassen weiss. So sind Flügel und Arme, Beine und Flossen Zweige am gleichen Stamm der langen Entwicklung, die in der so vielseitig verwendbaren menschlichen Hand gipfelt. 2011 sprach er über das „Leben im Fluss des Wassers“. Damals gab er uns einen faszinierenden Einblick in die Entstehung und Entwicklung von Leben auf dem Planteten Erde aus dem Meer heraus.

Datum: Samstag, 12. Juni 2021

Beginn: 17.30 Uhr

Eintritt: Fr. 20, Studenten Fr. 10
für Mitglieder und stat. Gäste frei

     
     Programm:
Treffen kurz vor 15:00 Uhr vor der Klosterkirche.

Führung durch Pater Justinus mit besonderer Berücksichtigung des Manuskripts von Mechthild von Magdeburg Das fliessende Licht der Gottheit sowie einigen alchemistischen Schriften.

Wer möchte kann um 17:00 Uhr am Salve Regina in der Klosterkirche teilnehmen.

Anschliessend Essen um ca. 17:30 Uhr im Restaurant Tulipan am Klosterplatz.

Anmeldung:
Es können sich 20 Personen anmelden bis spätestens Sonntag, 20. Juni 2021 an kontakt@psychologischerclub.ch

Die Anmeldungen für den abgesagten Ausflug zum C.G. Jung Museum werden nicht übertragen. Wir bitten um Neuanmeldung für Einsiedeln.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie zu vermerken, ob Sie ein Menü mit Fleisch, Fisch oder ein vegetarisches Menü wünschen.

Anreise:
Ein Bus führt vom Bahnhof Einsiedeln in zwei Minuten zum Klosterplatz.

Sollte vom Wohnort aus Mitfahr-Gelegenheiten gewünscht werden, melden Sie sich an die obige Kontaktadresse des Clubs.

Kosten:
Mit Bibliotheks-Eintritt, Essen und Dessert ohne Getränke Fr. 60.- pro Person (Barzahlung vor Ort).
     
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